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Ensel und Kretel beim Osterhasen in Dijon

Karte Chamerey

Nach unserem Saisonauftakt im Elsass und der Schweiz, stand gleich das nächste OL Wochenende vor der Tür. Ostern! Wir hatten mehrere Optionen zur Auswahl: Paskelob auf Fano in Dänemark, Prager Ostern in Tschechien oder Paques en Bourgongne in Frankreich. Nachdem der Familienrat mit den Buntbären getagt hatte, stand unser Reiseziel fest. Frankreich mit seinem drei Tage Lauf in Dijon. Mit von der Partie waren Buntbär Sabeth, Buntbär Rahel, Buntbär Toby und natürlich wir, Ensel und Kretel.


Frohen Mutes zogen wir am Karfreitag Richtung Frankreich. Da wir die Hinfahrt sehr relaxed angegangen waren, fiel das angesetzte Training aus. Wir bezogen gleich unseren Palast in Dijon. Größte Herausforderung der nächsten drei Tage war das Wetter. Es war doch empfindlich kalt und so stellte sich jeder von uns die Frage: Wieviele Schichten Kleidung zum Laufen angezogen werden sollte. Mancher Buntbär lief sogar mit Handschuhe und Mütze. Der Höhepunkt, wettertechnisch gesehen war gleich am ersten Tag. Pünktlich zur Startzeit von Ensel, blitzte es und im Moment der Kartenaufnahme begann ein starker Hagelschauer. Das Wettkampfzentrum der drei Tage war immer dasselbe, auf einer Wiese im Nirgendwo. Nach etlichen kleinen Schauern verwandelte sich die Wiese, vor allem die des Parkplatzes in ein Schlammfeld. Die Ein- und Ausfahrten von der Parkplatzwiese wurden deshalb ständig verändert und man durfte die Orientierung nicht verlieren, um mit der Kutsche wieder zurück auf den Feldweg zu kommen.
Der erste Lauf fand auf der Karte Le Champs Lat statt. Der Anfangsteil war geprägt durch weißen Hochwald und vielen Einser Dickichten. Ein relativ tiefes Tal mit vielen Felsen zerschnitt das Gelände bevor man in den zweiten Teil der Karte gelangte. Dieser war geprägt durch ein Wirrwarr aus dunkelgrünen Dickichten im offenen Gelände. So mancher Posten im Einser Grün war sehr diffus anzulaufen. Zum Glück war die Vegetation noch sehr licht und so sah man öfters den Posten schon von  weitem.
Der zweite Tag fand auf der Karte Chamerey statt. Ein mäßig steiler Wald mit vielen Felsen und noch mehr Bestandsgrenzen prägten diesen Lauf. Alle kamen gut mit der Karte zurecht, nur Buntbär Rahel musste der kalten Witterung Tribut zollen. Sie musste, nachdem sie das Ziel erreicht hatte, erstmal mit heißem Tee aufgetaut werden.
Der dritte Tag wurde als Jagdstart auf der Karte Les Cent Marches ausgetragen. Die Jagdstartregeln waren sehr kompliziert. Alle mit einem Zeitrückstand von nicht mehr als 30 Minuten durften im Jagdstart starten. Dies gelang nur Buntbär Toby und Ensel. Beide hatten einen guten Lauf und machten Plätze gut. Besonders erwähnenswert ist der dritte Platz in der Gesamtwertung von Buntbär Toby in der H21E. Die Karte war ein Mix aus den Karten von Tag eins und zwei.
Bevor wir die Heimreise antraten, hatten wir die Gelegenheit nochmal in unserem Palast zu duschen. Da unsere Diener streikten mussten wir leider unsere Räumlichkeiten selber reinigen und das Gepäck selbst zur Kutsche bringen.
Die drei Tage in Dijon waren sehr erlebnisreich und schön, besonders die Ausflüge in die sehenswerte Altstadt von Dijon. Ich glaube wir legten mindestens nochmal genauso viele Kilometer in der Altstadt zurück, wie wir vormittags im Wald gelaufen waren.
Wieder mit schweren Beinen, aber diesmal mit vielen Baguettes im Gepäck fuhren wir Heim gen Osten.

Ensel und Kretel mit vielen Buntbären